Autor:Harry Mulisch

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Harry Mulisch (1927–2010), in Haarlem geboren, hat den niederländischen Nachkriegsroman auf die Probe gestellt, ob Himmel und Geschichte noch einen Bund haben. Die Entdeckung des Himmels lässt zwei Engel eine Freundschaft, eine Liebe und ein Kind steuern, damit die Tafeln der Gebote zurückkehren.

Leben

Sohn einer jüdischen Mutter, die der Vernichtung entging, und eines österreichischen Bankangestellten, der mit der deutschen Besatzung zusammenarbeitete. Der Umweg ist genau diese Herkunft: Mulisch hat sie nicht verschwiegen und nicht in Reue aufgelöst, sondern in Figuren gelegt, die Astronomie, Sprache und Politik zugleich treiben. Amsterdam, die sechziger Jahre, die großen Romane; 2007 wählte eine Zeitung das Himmelsbuch zum besten niederländischsprachigen Roman. Er starb in Amsterdam.

Wirkung

Mulisch hat den Zeitroman und die Metaphysik ineinandergebaut, ohne dass eines das andere entschuldigt. Onno und Max, Politiker und Astronom, zeugen – gelenkt von oben – den Jungen, der die Gebote findet und den Bund löst; darunter liegt ein Vierteljahrhundert Niederlande, von den Unruhen bis zur Sternwarte. Die Engel sind keine Erbauung, sie sind Verwaltung. Wer das Buch nur als Freundschaftsroman liest, hat den Himmel nicht entdeckt; wer nur den Himmel will, hat Kuba, die Sprachwissenschaft und den Vater, der kollaborierte, überlesen.

Die Länge hat ihm Verehrer und den Vorwurf der Überkonstruktion eingetragen. Die Verfilmung strich Engel und ließ Männer übrig. Mulisch selbst pflegte den Ruf des Alleswissers; das hat dem Roman eher geschadet als genutzt. Er bleibt, neben Das Attentat, das Buch, in dem die niederländische Nachkriegsgeschichte sich eine Theologie leistet und am Ende feststellt, dass der Himmel die Menschen loswerden will.

Werke

In Auswahl außerdem: Das Attentat, Die Prozedur, Siegfried.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.