Hans Reichenbach, in Hamburg geboren, hat den Empirismus nach Berlin und ins kalifornische Exil getragen: Erkenntnis als Wette, messbar an der Prognose. Erfahrung und Prognose ist das englische Hauptwerk dieser Wende, geschrieben, als Wien schon verloren war.
Leben
Ingenieurstudium, dann Philosophie, Einstein in Berlin, die Gesellschaft für empirische Philosophie, die der Wiener Kreis oft als Berliner Verwandtschaft las. 1933 die Flucht über Istanbul nach Los Angeles. Der Umweg ist die Physik: Reichenbach kam als Relativitätstheoretiker zur Wahrscheinlichkeit, nicht als Schulmetaphysiker zur Methode. Er starb in Los Angeles.
Wirkung
Reichenbach hat die Induktion zur Setzung gemacht, die sich an Vorhersagen bewährt, und der Spekulation den Anspruch genommen, tiefer zu sein als die Physik. Gegen Karl Poppers Falsifikation setzt er Grade des Gewichts; gegen Rudolf Carnaps Konstitution die Hypothese, die bleibt, weil sie trifft. Der Wiener Kreis hat ihn als Nachbarn geführt, nicht als Mitglied.
Gelesen wird er als Techniker der Wahrscheinlichkeit. Wer nur den Berliner Kreis kennt, unterschlägt das Exilbuch, das den Empirismus auf Englisch umgebaut hat. Wer nur den Positivisten meint, unterschlägt, dass Prognose bei ihm keine Sicherheit ist, sondern die Form der Wette.
Werke
- Erfahrung und Prognose (1938)
In Auswahl außerdem: Philosophie der Raum-Zeit-Lehre, The Rise of Scientific Philosophy.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.