Autor:Graham Greene
Graham Greene (1904–1991), in Berkhamsted geboren, hat dem Kalten Krieg den Roman gegeben, in dem die gute Absicht den Sprengstoff trägt. Der stille Amerikaner spielt in Saigon, bevor die große amerikanische Intervention begann; der englische Korrespondent will unbeteiligt bleiben und schickt den Idealisten in den Tod.
Leben
Schülersohn, frühe Langeweile, der Übertritt zum Katholizismus 1926, dann die Reisen, aus denen die Bücher kamen: Mexiko, Westafrika, Indochina. Der Umweg war der Nachrichtendienst im Krieg und die Berichterstattung danach: Greene kannte die Kolonien von der Bar und vom Konsulat, nicht vom Lehrstuhl. Lange lebte er in Antibes; er starb in Vevey.
Wirkung
Greene hat den Typus des stillen Eingreifers gezeichnet, der eine Theorie über ein Land stülpt und die Toten als Ausführungsfehler verbucht. Fowler, der Zyniker, und Pyle, der Gläubige, sind keine bloßen Gegensätze: Wer unbeteiligt bleiben will, hat schon gewählt, und die Geliebte Phuong spricht wenig, weil zwei weiße Männer über ihren Kopf verfügen. Gegenüber den katholischen Romanen – Schuld, Gnade, das Ende einer Affäre – ist der Vietnamroman kühler; Gott kommt als Abwesenheit vor, die Moral als Handlung, die man hinterher nicht reinwaschen kann.
Die erste Verfilmung hat Pyle entlastet; die Geschichte hat Greene recht gegeben, ohne ihn zum Propheten zu machen. Lange galt er in den Vereinigten Staaten als antiamerikanisch, in England als Unterhalter mit schlechtem Gewissen. Beides verfehlt die Härte: Er hat den Kolonialkrieg nicht als Kulisse für die Beichte benutzt, sondern die Beichte als Kulisse für den Krieg. Wer über Vietnam nur als amerikanische Sache spricht, hat die französische halbe Seite des Buches überlesen.
Werke
- Der stille Amerikaner (1955)
In Auswahl außerdem: Die Kraft und die Herrlichkeit, Das Ende einer Affäre, Unser Mann in Havanna.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.