Gershom Scholem (1897–1982), in Berlin geboren, hat die Kabbala zur inneren Geschichte des Judentums gemacht, gegen Graetz’ Rationalismus und gegen Bubers Wärme. Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen ist das Organon von 1941; Jerusalem war der Ort, New York die Vorlesung.
Leben
Berlin, die Abkehr vom assimilierten Haus, München, 1923 Palästina, die Nationalbibliothek, der Lehrstuhl, 1982 der Tod in Jerusalem. Der Umweg war die Philologie: Wer den Sohar ediert, rettet nicht die Seele, sondern die Überlieferung. Walter Benjamin war der Freund; die Kabbala wurde das Fach. Buber erzählte den Chassidismus; Scholem datierte ihn.
Wirkung
Scholem hat der jüdischen Geschichte die Unterwelt gegeben. Graetz hatte den Geist, Dubnow die Gemeinde, er den Mythos, der beides nährt und sprengt. Der Sabbatianismus wurde zur Figur der Moderne, oft missbraucht.
Wer ihn nur als Zionisten der Kabbala führt, unterschlägt die Historie. Wer nur den Sohar meint, unterschlägt Berlin. Neben Freud steht er als der, der dasselbe Jahrhundert als Geheimlehre des Volkes schrieb, nicht als Traum des Einzelnen.
Werke
In Auswahl außerdem: Sabbatai Zwi, Zur Kabbala und ihrer Symbolik.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.