Filippo Tommaso Marinetti (1876–1944), in Alexandria geboren und in Bellagio gestorben, hat der Geschwindigkeit, der Maschine und dem Krieg eine Fanfare gegeben. Das Manifest des Futurismus von 1909 wurde zur Urszene einer Avantgarde, die den Faschismus später als Tat begrüßte. Herkunft und Lehre gehören zur Gefahr, nicht zur Stilgeschichte allein.
Leben
Italienische Familie in Ägypten, Paris, Mailand, die Zeitschrift, der Lärm. Der Umweg ist Le Figaro: Wer ein Manifest auf der Titelseite einer Pariser Zeitung unterbringt, hat die Öffentlichkeit als Waffe verstanden, bevor die Partei sie übernahm. Marinetti war Kriegsfreiwilliger, später Accademico d’Italia, Anhänger Mussolinis, ohne dass der Futurismus und der Faschismus je ganz dasselbe waren. Er starb 1944 am Comer See, das Regime schon im Sturz.
Wirkung
Marinetti hat Museen, Bibliotheken und den Mondschein für tot erklärt und das Automobil über die Nike von Samothrake gesetzt. Die italienische und die russische Avantgarde haben den Ton genommen; der Faschismus hat die Verachtung des Gestern und die Weihe der Gewalt. Das Manifest ist kurz und hat länger gebunden als mancher Foliant.
Wer ihn nur als Ahnherrn der Moderne rettet, unterschlägt den Krieg als Hygiene, den der Text preist. Wer ihn nur als Faschisten entsorgt, unterschlägt, dass 1909 noch keine Partei da war, die den Lärm verwalten konnte. Der Schaden liegt in der Ästhetik, die Zerstörung für Schöpfung hält.
Werke
- Manifest des Futurismus (1909)
In Auswahl außerdem: Mafarka der Futurist, Zang Tumb Tumb.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
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