Autor:Ernst von Salomon

Ernst von Salomon (1902–1972), in Kiel geboren, Kadett, Freikorpskämpfer und Mitwisser des Mordes an Walther Rathenau, hat der frühen Bundesrepublik das Rechtfertigungsbuch der halben Mitmacher geliefert. Der Fragebogen beantwortet den amerikanischen Entnazifizierungsbogen, indem er das Leben erzählt, bis die Erzählung die Schuld verdünnt.

Leben

Kadettenanstalt, 1918 die aufgelöste Armee, Freikorps im Baltikum und an der Ruhr, Organisation Consul, 1922 die Beihilfe zum Mord an Rathenau, Zuchthaus. Danach Schriftsteller der konservativen Revolution, im NS-Staat Drehbuchautor ohne Parteibuch, 1945 von den Amerikanern interniert. Der Umweg ist dieser Bogen: Wer die Fragen der Sieger erhält, macht daraus Kapitel und verweigert die Sortierung. Er starb in Stöckte an der Elbe.

Wirkung

Salomon hat aus einem Verwaltungsformular den großen Erfolg einer Mentalität gemacht. Die junge Bundesrepublik las die Absage an Siegerjustiz und an die Zumutung, man habe nur nach 1933 gelebt; die Kritik, von links und von überlebenden Opfern, las die alte Rechte, die nicht bereut, sondern erzählt. Beides steht im Text. Er kann sarkastisch und genau sein; er kann nicht trauern, ohne zu vergleichen. Gegenüber den Bekenntnisbüchern der Inneren Emigration und den frühen Berichten aus den Lagern ist sein Band der der halben Mitmacher, die sich für uneinnehmbar hielten.

Über hundertfünfzigtausend Exemplare bei Rowohlt, geführt als Roman, nicht als Denkschrift. Wer ihn nur als Quelle der Entnazifizierung liest, verfehlt die Literatur; wer ihn nur als Literatur liest, verfehlt die Politik der Aufrechnung. Die früheren Bücher – Die Geächteten, Die Kadetten – haben denselben Ton vorbereitet. Herkunft und Schaden gehören zusammen: Ohne Freikorps und Rathenau wäre der Witz von 1951 ein Stil, kein Dokument dessen, was mehrheitsfähig war.

Werke

In Auswahl außerdem: Die Geächteten, Die Kadetten, Das Schicksal des A. D..

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.