Autor:Ernst Friedrich Schumacher

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Ernst Friedrich Schumacher (1911–1977), in Bonn geboren und in England zum Nationalökonomen geworden, hat der Großtechnik das menschliche Maß entgegengesetzt. Small Is Beautiful von 1973 macht den Satz zur Lehre: Größe ist kein Wert an sich, und eine Wirtschaft, die den Menschen vergisst, sobald sie rechnet, ist nicht klug, sondern räuberisch.

Leben

Vater Nationalökonom, Studium in Bonn und Berlin, dann Oxford als Rhodes-Stipendiat: Der Weg führte vor dem Nationalsozialismus nach England. Internierung als feindlicher Ausländer, Mitarbeit an britischen Kriegsplänen, nach 1945 Berater der Besatzung in Deutschland. Der Umweg, der das Werk erklärt, ist die britische Kohlebehörde, der er von 1950 bis 1970 als Chefökonom diente – eine Großorganisation, deren Maßstab er später verwarf. 1955 riet er Birma von westlichem Wirtschaften ab und nannte das Gegenbild buddhistische Wirtschaftslehre: Arbeit soll den Menschen bilden, Produktion dem Ort dienen. 1971 trat der ehemalige Atheist zur katholischen Kirche über. Er starb auf der Bahnfahrt von Lausanne nach St. Moritz.

Wirkung

Schumacher hat die mittlere Technik benannt: zwischen Sichel und Großfabrik, billig genug, um verbreitet zu werden, klein genug, um menschlicher Aufsicht zu bleiben. Natur gilt ihm als Kapital, das man nicht wie Einkommen verbrauchen darf; Atomkraft als Gewalt, deren Abfälle die spätere Zeit zahlt. Das traf die Ölkrise von 1973 und die Suche nach einem Maß jenseits des wachsenden Sozialprodukts. Alternativbewegung, Entwicklungspolitik und später die Grünen nahmen den Wahlspruch auf, oft als Aufkleber, seltener als Härte gegen die Rechnung, die Sinn und Boden als Restposten führt.

Die Kritik nannte das Buch Zeitgeist und Idyll des Handwerks. Es bleibt die zugänglichste Gründungsschrift der ökologischen Wirtschaftskritik neben den Berichten an den Club of Rome, moralischer als diese, weniger modellhaft. Wer »klein« für immer besser hält, verfehlt das angemessene Maß; wer den buddhistischen Einschlag für Schwärmerei hält, verfehlt die Frage, für wen die Wirtschaft da ist. Der englische Titel überlebte die deutschen Untertitel.

Werke

In Auswahl außerdem: Rat für die Ratlosen, Das Ende unserer Epoche.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.