Autor:Bassam Tibi

Bassam Tibi (geboren 1944), in Damaskus geboren, hat in Deutschland die Krise des politischen Islams und die Bedingung der europäischen Integration als dasselbe Thema behandelt. Europa ohne Identität hat 1998 den Streit um die Leitkultur eröffnet, den andere grober genommen haben, als er geschrieben war.

Leben

Studium und lange Lehre in Göttingen, Gastaufenthalte, Bücher zur Moderne und zum Islam als politischer Religion. Der Umweg war die doppelte Adresse: der arabischen Herkunft und der deutschen Universität, die ihn zum öffentlichen Intellektuellen machte. Tibi hat den Euro-Islam als Reformformel vorgeschlagen und sich mit Islamisten, Multikulturalisten und nationalen Vereinnahmern zugleich angelegt.

Wirkung

Tibi hat Integration an das säkulare Recht gebunden, nicht an Harmonie. Der Leitkultur-Begriff wanderte in die Parteisprache und kam verändert zurück. Die Wissenschaft hat ihn als Interventionisten gelesen, oft ohne die früheren islamwissenschaftlichen Arbeiten.

Wer Tibi nur als Kronzeugen einer Leitkultur-Rhetorik nimmt, hat das Buch von 1998 nicht von seinen Nachnutzern getrennt. Wer ihn nur als Verräter am Islam liest, unterschlägt, dass er Herkunft und Verfassung in einer Person hält und daraus eine Zumutung an beide Seiten macht.

Werke

In Auswahl außerdem: Die Krise des modernen Islams, Im Schatten Allahs.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.