Autor:Alf Lüdtke
Alf Lüdtke (1943–2019), in Dresden geboren, hat Herrschaft im Alltag der Fabrik gelesen: nicht nur Befehl und Gehorsam, sondern Eigen-Sinn, das kleine Sich-Entziehen, das Mitmachen und Distanz zugleich sein kann. Eigen-Sinn versammelt die Studien, die der Alltagsgeschichte ihr hartnäckigstes Wort gegeben haben.
Leben
Göttingen, das Max-Planck-Institut in Göttingen, später Erfurt. Der Umweg ist die Arbeitergeschichte, die nicht bei der Partei haltmacht: Wer den Shopfloor untersucht, findet Politik in Pausen, Scherzen, der Weise, Befehle zu erfüllen, ohne sie ganz zu meinen. Lüdtke starb in Göttingen.
Wirkung
Lüdtke hat die Alltagsgeschichte gegen die große Struktur und gegen die bloße Erzählung gestellt. Eigen-Sinn ist keine Idylle; er erklärt, warum Herrschaft greift und wo sie leer läuft. Gegen Wehlers Sonderweg setzt er die Erfahrung; gegen die Oral History die Archivarbeit am Betrieb.
Gelesen wird er als Mikrohistoriker der Industrie. Die Kritik hat den Eigen-Sinn für zu weich, die Politik für zu klein gehalten. Wer Alltagsgeschichte nur als Anekdote kennt, hat die Fabrik nicht gelesen.
Werke
- Eigen-Sinn (1993)
In Auswahl außerdem: der Sammelband Alltagsgeschichte, die Studien zur Polizei.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.