Autor:Achim von Arnim

1781 1831
Dichter · Literatur · Geschichte · 18./19. Jahrhundert
LiteraturGeschichte


Achim von Arnim, in Berlin geboren, hat mit Clemens Brentano der deutschen Romantik das Liederbuch gegeben, aus dem seither gesungen und gestritten wird. Des Knaben Wunderhorn ist keine treue Sammlung: die beiden haben gefunden, erfunden, geglättet, und Goethe hat den Band gelobt, als wäre das Volk selbst der Herausgeber gewesen.

Leben

Preußischer Adel, Göttingen, Heidelberg, die Freundschaft mit Brentano, Bettina, die Ehe mit Bettina Brentano, das Gut Wiepersdorf, Zeitungen, Romane. Der Umweg war Heidelberg 1805: statt Amt die Lieder, statt Philologie die Erfindung eines deutschen Tones, den die Napoleonzeit brauchen konnte. Er starb 1831 in Wiepersdorf.

Wirkung

Arnim hat das Volkslied zur romantischen Waffe gemacht: gegen die französische Besatzung eine deutsche Stimme, die älter scheinen sollte, als sie in dieser Fassung war. Das Wunderhorn wirkte auf die Lyrik, auf die Kinderstube, später auf Gustav Mahler, und die Germanistik hat die Eingriffe getadelt, ohne den Band aus dem Kanon zu werfen. Die eigenen Romane – Armut, Reichtum, Schuld und Buße der Gräfin Dolores, Die Kronenwächter – blieben im Schatten der Sammlung.

Die Nachwelt hat ihn zum bloßen Sammler gemacht. Er war Macher. Wer nur die schönen Lieder will, unterschlägt die Politik der Jahre nach 1806. Wer nur die Fälschung will, unterschlägt, dass ohne diese Frechheit ein großer Teil der deutschen Liedtradition anders klingen würde. Neben Brentano der Tätigere, der Organisator, der Gutsherr, der das romantische Programm in Preußen halten wollte.

Werke

In Auswahl außerdem: Die Gräfin Dolores, Die Kronenwächter, Isabella von Ägypten.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.